Nordic Walking

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Nordic Walking
Nordic Walking – Die Anfänge

 

Nordic Walking ist eine Ausdauersportart, bei der Gehen durch den Einsatz von zwei Stöcken im Rhythmus der Schritte unterstützt wird. Die Abteilung Nordic Walking beim Tennisclub Cuxhaven besteht seit März 2005.

 

Anfänge des Nordic Walking

Die Anfänge dieses Sports liegen in den 30er Jahren. Schon damals wurde im deutschsprachigen Raum unter dem Namen Stockgang oder Stocklauf schnelles Gehen von Langläufern im Sommer und Herbst in das Training integriert, um die Kondition zu verbessern und so schon im Winter in höhere Trainingsintensitäten einzusteigen.

1992 wurde in der amerikanischen Fachliteratur das Pole Walking (Pole = Skistock) vorgestellt. Darunter verstand man Walking mit modifizierten Skistöcken zur Unterstützung der typischen Langlauf-Armbewegung. In Studien von Stoughton, Larkin und Karavan 1992 und Hendrickson 1993 wurden Ausdauereffekte, Trainingsreize und psychologische Profile von Walking mit Stöcken untersucht. Ein Effekt dieser Studienergebnisse war, dass das Nordic Walking als Ausdauersportart propagiert wurde. Da es keinen typischen Walking Stock gab und die Technik des Nordic Walking nicht weiter entwickelt wurde, ebbte das Interesse bald ab.
Im Frühjahr 1997 wurde Nordic Walking in Finnland als Sommertrainingsmethode der Spitzenathleten aus den Bereichen Langlauf, Biathlon und Nordischen Kombination vorgestellt.

Beim Nordic Walking wird in flottem Tempo gegangen, wodurch größere Schritte genommen werden als beim üblichen Walking, so wird die schräge Bauchmuskulatur miteinbezogen. Die Schrittlänge ist dabei vorgeschrieben.

Durch die Verwendung von Stöcken aus einem Carbon/Glasfasergemisch und einem speziellen Handschlaufensystem werden auch die Arme eingesetzt. Die Stöcke sollen einzeln so weit wie möglich nach hinten geschoben werden und die Arme und Schultern so sehr weit nach hinten bewegt. Bei intensivem und häufigem Einsatz wird das Herz-Kreislauf-System positiv beeinflusst.

 

Warum spezielle Nordic Walking Stöcke?

Nordic Walking – Heute

Nordic Walking Stöcke unterschieden sich völlig von Ski-, Trekking- oder Wanderstöcken, sind in der Regel einteilig und werden aus Carbon, Carbon/Glasfassermischung oder aus Aluminium gefertigt.

Im Gegensatz zu Metallstöcken überträgt ein Stock aus Carbon und Glasfaser keine Schwingungen auf Hand-, Ellbogen- und Schultergelenke. Er ist vibrationsarm und nimmt Schläge des Untergrunds wirkungsvoll auf, ohne sie an den Körper weiter zu geben. Darüber hinaus haben Stöcke aus Carbonfaser ein geringeres Gewicht und eine deutlich höhere Stabilität als Aluminiumstöcke.

Spezielle Handschlaufensysteme sind so konstruiert, dass die Hand während des Trainings immer in der richtigen Position bleibt und der Stock leicht zwischen Daumen und Zeigefinger festgehalten werden kann. Durch die ergonomischen Handschlaufen verliert man den Stock auch dann nicht, wenn man ihn in der hinteren Armposition loslässt. Das ständige Öffnen und Schließen der Hand aus der Laufbewegung heraus gehört zu den Grundtechniken beim Nordic Walking.

Ein auswechselbarer Gummischutz absorbiert Schläge und Geräusche auf Asphalt oder anderem harten Untergrund.

Die richtige Stocklänge errechnet sich aus der Körperlänge x 0,7 und einem Abrunden auf die nächste Stocklänge. Stöcke gibt es von 100 cm bis 140 cm in 5 cm Schritten.

(Beispiel: Bei einer Körpergröße von 1,80 m ergibt sich eine Stocklänge von 180 cm x 0,7 = 126 cm, abgerundet auf 125 cm.)

 

Vorteile

  • Entlastung der Beine
    Mit jedem Stockeinsatz wird die Bewegungskette Sprung-, Knie, Hüftgelenk und Lendenwirbelsäule im Vergleich zum Gehen ohne Stöcke erheblich entlastet, da die Arme über die Stöcke den Beinen Körpergewicht abnehmen.
  • Entlastung der Wirbelsäule
    Mit jedem Stockeinsatz wird die Arm- und Schultermuskulatur aktiviert und führt bei konsequentem Training zum Aufbau der gesamten Oberkörpermuskulatur und somit zur Entlastung der Wirbelsäule.
  • Verbesserung der Haltung
    Gehen mit Stöcken unterstützt den aufrechten Gang und wirkt somit Haltungsschäden entgegen.
  • Erhöhung der Trittsicherheit
    Das regelmäßige Gehen mit Stöcken verbessert auf Dauer insgesamt die Trittsicherheit (wichtig insbesondere für Ältere und Reha-Patienten). Somit wird auch der Blick wieder frei für die Schönheit der Natur.

 

Gesundheitsaspekte

  • die Muskulatur des gesamten Oberkörpers wird mit in die Bewegung einbezogen
  • Kräftigung und Lockerung der Schultermuskulatur
  • die Rumpfmuskulatur (Schultern und Brust) ist aktiv in die Bewegung integriert
  • kkomplettes Ganzkörpertraining
  • die Pulsfrequenz steigt, die Sauerstoffaufnahme wird erheblich gegenüber normalem Walking verbessert
  • höherer Trainingseffekt
  • sanftes, gelenkschonendes Training nahezu aller Muskelgruppen des Körpers
  • geringere Ermüdung (man kann längere Strecken gehen)
  • Stressabbau durch die rhythmische Bewegung
  • Verbesserung der Körperkoordination

 

Wenn Sie Lust bekommen haben, Nordic Walking einmal auszuprobieren, kommen Sie einfach bei uns vorbei. Unsere Nordic Walking Gruppe trifft sich jeden Donnerstag um 11.00 Uhr in Sahlenburg im Wernerwald auf dem Parkplatz Lohmsmoor. Wir laufen dann bei jedem Wetter.

Wir machen zu Beginn verschiedene Aufwärmübungen, dann nach ca. einer Stunde leichte Herz-Kreislauf-Gymnastik und zum Schluss diverse Dehnungsübungen. Danach geht es gut gelaunt und fit und fröhlich wieder nach Hause. Die 1,5 Stunden sind für viele jedes Mal ein kleiner Urlaub. Inzwischen sind die mehr als 20 Läuferinnen „ziemlich beste Freunde“ geworden. Sie sind glücklich, lächeln und strahlen, wenn sie donnerstags zusammen laufen können.

Anja Schepergerdes hat die Leitung dieser Gruppe inne und freut sich, wenn auch Sie dazu finden.
Melden Sie sich einfach in unserer Geschäftsstelle.

 

 


Mitgliedsbeiträge:

Für Mitglieder im TCC 44,00 €
Nordic Walking ohne Tennis 84,00 €